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10 Jahre Gesellschaft für Thüringer Schlösser und Gärten 1997 bis 2007

Mit der Gründung der Gesellschaft für Thüringer Schlösser und Gärten e.V. am 21. Februar 1997 auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt wurde zum ersten mal in Deutschland eine Möglichkeit geschaffen, ehrenamtliches bürgerliches Engagement mit dem Wirken einer staatlichen Stiftung zu verbinden. In Ergänzung zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die in ganz Thüringen dreißig Liegenschaften von der Burgruine über die alte Klosteranlage und den Landschaftspark bis hin zum Residenzschloss betreut,  engagieren sich die Mitglieder hier nicht nur für die denkmalschützerischen Belange der historischen Gebäude und Anlagen sondern auch für deren touristische und kulturelle Nutzung, und das über die Grenzen des Freistaates hinaus.

Alle Tätigkeiten für die Gesellschaft für Thüringer Schlösser und Gärten erfolgen ehrenamtlich, die Aktivitäten werden aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie aus Einnahmen eigener Veranstaltungen finanziert. Mit einem daraus resultierenden schmalen Budget von 6000 – 8000 Euro jährlich wird versucht die Initialzündung für konkrete Projekte auszulösen, so wurden z.B. durch die Gesellschaft Benefizkonzerte zugunsten der Restaurierung des „Blauseidenen Salons“ auf Schloß Heidecksburg organisiert, deren Einnahmen dazu beitrugen, die notwendigen 150.000 Euro für die Restaurierung aufzubringen.  Gegenwärtig unterstützt unsere Gesellschaft die Restaurierung des Zeughauses von Schloss Schwarzburg.

Zu den über 150 Mitgliedern der Gesellschaft zählen nicht nur Privatpersonen sondern auch Gebietskörperschaften, wie die Stadt Weimar und der Kreis Weimarer Land, große und kleine örtliche Fördervereine, aber auch Firmen. Ein wesentliches Ziel ist es, über die Mitgliedschaft in der Gesellschaft Verbindung zwischen örtlichen Vereinen zu schaffen, Möglichkeiten der gegenseitigen Information ebenso zu schaffen wie die des kulturellen Austauschs. Hierzu wurden in den vergangenen Jahren durch Besuche bei den einzelnen Fördervereinen, durch die Organisation von Workshops zu verschiedenen Themen, wie Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring die Grundlagen für eine sehr gute Zusammenarbeit geschaffen.

Neben der Beteiligung an Veranstaltungen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, wie der jährlichen Saisoneröffnung und dem Schlossfest auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt, wurden in Zusammenarbeit mit Thüringer Künstlern auch eigene Veranstaltungsreihen geschaffen.

So wurde z.B.  im Jahr 2000 mit einem von der Gesellschaft organisierten Kultursommerabend in der Wasserburg Kapellendorf, das Burghoftheater in der Wasserburg initiiert, das jährlich im Sommer vier Wochen spielt und von einer zahlreichen Besucherschar, nicht nur aus der Region Weimar und Jena sehr gut angenommen wird.

Im Jahr 2001 begann mit einem Sommerkonzert in der Klosterruine Paulinzella die Entwicklung einer Konzertreihe, in der heute, neben Konzerten verschiedener anderer Künstler auch die der Thüringen-Philharmonie Gotha/Suhl, der Thüringer Symphoniker Saalfeld/Rudolstadt  und des Thüringer Orgelsommers zu finden sind.

Einen besonderen Höhepunkt unserer Arbeit bildete die Vorbereitung und Durchführung des im Jahr 2006 erstmals durchgeführten „Festspiels der Deutschen Sprache“, zu dem bekannte Schauspieler, wie Mario Adorf, Otto Schenk und Jutta Hofmann sowie der Schriftsteller Reiner Kunze im Rahmen einer Lesung Höhepunkte der Deutschen Literatur darboten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Gesellschaft liegt im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Herausgabe eigener Publikationen versuchen wir dabei einerseits das Angebot vor Ort sinnvoll zu ergänzen andererseits auch die Liegenschaften überregional, durch den Vertrieb über eine Internetplattform, bekannt zu machen. Mit einem ersten Bildheft über die Brandenburg bei Lauchröden begann 1998 eine Publikationsreihe, die heute 11 Bildhefte umfasst und jährlich mit einem Bildheft fortgesetzt werden soll.  Für jede Auflage eines Heftes mit einem Wert von ca. 10.000 Euro übernimmt dabei die Gesellschaft nicht nur die herausgeberische Verantwortung sondern auch die Organisation des Vertriebes über Touristinformationen, Museen sowie bei Veranstaltungen.

2005 wurden erstmals, mit einer mehrtägigen Ausstellung in der Goethegalerie Jena, die Stiftungsliegenschaften und die Arbeit unserer Gesellschaft in einem vollkommen anderen Umfeld präsentiert, was durch die zahlreichen Besucher sehr gut angenommen wurde.  Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit wurde mit Ständen  beim Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag oder in diesem Jahr beim „Osterspaziergang“ des mdr im Landschaftspark Bad Liebenstein-Altenstein fortgesetzt.

Eine andere Form der Öffentlichkeitsarbeit ist auch die Entwicklung und Unterstützung touristischer Aktivitäten. Bis zum Jahr 2005 übernahm unsere Gesellschaft die Organisation eines mehrtägigen „Jagurar-Oldtimer-Treffens“ das in mehreren Jahren über 2000 Teilnehmer mit einer Strecke von fast 5000 Kilometern nicht nur durch die Liegenschaften der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten führte, sondern die Teilnehmer auch mit traditionellem Handwerk, den landschaftlichen Reizen Thüringens, seiner Kunst und Kultur bekanntmachte.

Die gegenwärtig geplanten Aktivitäten der Gesellschaft liegen verstärkt im Bereich des Kulturtourismusmarketing, wobei wir uns vor allem mit Veranstaltungen und Veröffentlichungen im Projekt „Schatzkammer Thüringen“ der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten engagieren wollen.



 
 
Letzte Aktualisierung am 07.11.2008